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reportage
Aufklärung über Organspende im Netz
Die Entscheidung, die Leben retten kann

© www.transplantation-information.de

www.transplantation-information.de beschäftigt sich mit verschiedenen Bereichen der Organspende.

Gesundheit - (tsch) Seit der ersten erfolgreichen kurativen Herztransplantation am Menschen im Dezember 1967, die von Christiaan Barnard in Kapstadt durchgeführt wurde, ist das Thema Organtransplantation und damit verbunden die Organspende ein viel diskutiertes Thema in den Medien. Das ZDF zeigt am Dienstag, 15. Januar, 22.15 Uhr, die 37°-Reportage "Das verschenkte Herz", die sich vor allem mit den emotionalen Problemen von Betroffenen auseinandersetzt. Im Netz sind sowohl hilfreiche Informationsseiten als auch eine Menge kritischer Stellungnahmen zu finden.

Unter www.bgv-transplantation.de informiert der "Bundesverband für Gesundheitsinformationen und Verbraucherschutz-Info e.V." ausführlich über die verschiedenen Themenbereiche, die vor und auch nach einer Transplantation von großer Wichtigkeit sind. Vor allem betroffene Patienten finden hier eine Menge an Material und weiterführende Tipps, Adressen sowie ein Expertenforum. Unter den Rubriken "Entscheidung", "Voruntersuchung", "Wartezeit" und "Operation" kann sich der User über den Ablauf und Risiken informieren. Aber auch das Leben nach dem Eingriff, das nie wieder ohne Medikamente stattfinden kann, steht hier zur Debatte. Darüber hinaus sind Fakten zur Gesetzeslage sowohl für die Organspende im Todesfall als auch die Lebendspende, die hierzulande nur unter Verwandten und eng befreundeten Menschen erlaubt ist, zu finden.

Ähnlich informativ zeigt sich die Homepage der "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)", die unter der Adresse www.organspende-info.de zu finden ist und unter dem Motto "Organspende schenkt Leben" steht. Die Seite weist auf die eigene Entscheidung zur Organspende hin, deren Zustimmung ab dem 16. Lebensjahr mit einem Organspendeausweis dokumentiert werden kann. Es besteht die Möglichkeit, das Dokument online anzufordern. Neben den allgemeinen Informationen zur Spende, zum Leben mit einem gespendeten Organ sowie dem Hirntod als Entnahmekriterium kann mit Hilfe von Quizfragen getestet werden, wie viel man über das Thema bereits weiß. Daten von Selbsthilfegruppen, Arztpraxen, Schulen und Journalisten werden zur Verfügung gestellt. In Deutschland herrscht die "Erweiterte Zustimmungsregelung". Sie besagt, dass der Verstorbene zu Lebzeiten einer Organspende zustimmt oder dass dies durch seine Angehörigen nach dem Tode geschieht, die diese Entscheidung auf der Grundlage des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen treffen sollen. Aber auch über die Regelungen in den anderen europäischen Ländern wird hier informiert.

Die Kampagnen zur Förderung der Bereitschaft zur Spende haben auch Kritiker auf den Plan gerufen. Neben den generellen Informationsseiten und den Befürwortern sind im Netz auch einige kritische Stimmen zu vernehmen. Ausführlich beschäftigt sich die Seite www.transplantation-information.de mit den einzelnen Themenbereichen. Der Macher der Domain ist Psychologe und berät unter anderem Menschen, die Informationen zur Organspende benötigen. Er liefert eine ausführliche Sammlung an Auskünften zu sämtlichen Themenbereichen. Auch wird hier auf die Undurchsichtigkeit der Organverteilung hingewiesen. Die Problematik des Organhandels wird nicht ausgeklammert. Die beiden Internetauftritte unter www.organspendekampagne.de und www.initiative-kao treten der Organentnahme skeptisch gegenüber und beleuchten die damit zusammenhängenden Thematiken. Vor allem der Hirntod als Entnahmekriterium ist hierbei immer wieder auf der Agenda zu finden.

-- Alexandra Kirchrath

(© teleschau - der mediendienst)


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir zu Zwecken der Werbung den von Ihnen verfassten Kommentar auszugsweise ohne Nennung Ihres Namens in der Mittelbadischen Presse veröffentlichen.

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