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»Neurokinder« brauchen Hilfe

Leser helfen bittet um Spenden für ein Trainingsgerät / Große Aktion des E-Werks zum Auftakt

Die MITTELBADISCHE PRESSE startet diesmal schon im September die Leser-helfen-Aktion. Sie geht zugunsten hirngeschädigter Kinder an der Uni-Klinik Freiburg. Und sie beginnt gleich mit einem Höhepunkt: Das E-Werk Mittelbaden ist als Partner an Bord.
VON THOMAS REIZEL

Ortenau. Ungewöhnlich früh startet die MITTELBADISCHE PRESSE in diesem Jahr ihre Leser-helfen-Aktion. Es geht um Kinder, die an Hirntumoren, angeborenen oder erworbenen Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems, Muskelschwäche oder an Hirnverletzungen, etwa durch Unfall, Entzündung oder Schlaganfall leiden. »Wir wünschen uns ein Laufband, um gelähmte Kinder trainieren zu können«, hofft Rudolf Korinthenberg, Ärztlicher Direktor der Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum-Freiburg, auf viele Spenden.

80 000 Euro würde dieses medizinische Gerät kosten, doch dafür hat die Klinik kein Budget. Und deshalb bittet Leser helfen um Ihre Unterstützung. Pro Jahr werden in der Klinik 1000 Kinder stationär, weitere 4000 ambulant behandelt, ein großer Teil davon kommt aus der Ortenau.

Myriam Schrempp aus Gengenbach, Vorsitzende des Fördervereins »Neurokinder Freiburg«, hätte noch viel mehr auf ihrer Wunschliste: »Aber wenn wir das Laufband für unsere Kinder hätten, wäre schon sehr viel erreicht.«

Ein absoluter Traum wäre ein sogenannter Lokomat, der allerdings eine Viertelmillion Euro kosten würde. »Der wird bislang nur in Düsseldorf, Münster sowie München mit großem Erfolg eingesetzt. In unserer Umgebung wäre er einzigartig«, erklärt Myriam Schrempp. Der Vorteil dieses Gerätes: Damit könnten auch Erwachsene trainieren. Dass die Leser-helfen-Aktion so früh startet . normalerweise ist das Ende Oktober der Fall . liegt an der Aktion des neuen Partners E-Werk Mittelbaden.

Gesunde Menschen treten mit Vergnügen in die Pedale eines Ergometers und helfen dadurch, dass Kinder mit schweren Hirnverletzungen und Muskelschwächen auf einem Laufband trainiert werden können. Der Startschuss fällt am Samstag, 19. September, 11 bis 18 Uhr, beim Offenburger Energietag. Die Aktion des E-Werks steht unter dem Schlagwort »Benefiz-Radeln zu Gunsten Leser helfen«.

Strom aus Muskelkraft
Vereine und andere Gruppen sind aufgerufen, auf vier Ergometern so viele Wattstunden wie möglich zu erradeln, von denen das E-Werk jede mit dem Kilowattpreis von 21,56 Cent vergütet. Maximal sechs Minuten darf pro Fahrrad geradelt werden. Jedes Team sollte aus vier Mitgliedern bestehen.

Die Ergometer können auf verschiedene Schwierigkeitsstufen gestellt werden. Je leichter, desto geringer die Stromausbeute. Ein Computer misst die Leistung, die Zuschauer werden vor Ort am Computer verfolgen, wie sich die Radfahrer schlagen.

Für die Vereine oder Gruppen wird sich das Engagement lohnen. Diejenigen, die am Ende in der Gemeinschaftsleistung den meisten Strom erradelt haben, werden vom E-Werk Mittelbaden mit 1000 Euro belohnt, die Zweiten erhalten 500, die Dritten 250 Euro. Diese Summen gehen übrigens nicht ab vom Erlös, den das E-Werk Mittelbaden Leser helfen überweisen wird.

Dass sich das E-Werk so stark engagiert, begründet Jan Rieken, Leiter der Unternehmenskommunikation so: »Wir möchten etwas Gutes tun, langfristig und nachhaltig.«

Leser helfen ist Programm. Seit 1996 hat der Verein 1,6 Millionen Euro gesammelt. Leser helfen ist vom Finanzamt Offenburg als gemeinnützig anerkannt und garantiert: Jeder gespendete Euro kommt an.

 

zuletzt gespendet haben

Thomas Jülg, Klemens Basler, Hans-Jörg Schanz, Ingrid Hirschbiel (Biberach), Erich Diemer, Hildrut und Helmut Müller, Beate Kaufmann, Susanne und Matthias Gramann (Renchen), Johanna Schiller, Erika Ihling (Offenburg), Cornelia und Heribert Jager (Oberharmersbach), Annette Fuchs, Dietlind und Helmut Czichion, Günter Wolinski, Egon Eisenbeiss (Kehl), Ingrid und Günter Humpert (Offenburg).
Helmut Schultheiss, Philipp Kuhn, Kerstin und Thomas Krieg, Karl Schmieder (Mühlenbach), Udo Sutter, Elfriede und Klaus Schneider, Peter Schwendemann (Steinach), Eva und Erich Echle, Tanja Eisenbeiss, Paul Gutmann, Rolf Grass, Bernhard Ruminski, Peter Reiss, Romy und Wolfgang Doll (Willstätt), Fritz Tappert, Lina und Horst Pachollek (Wolfach), Helene Roth (Biberach).
Bettina und Klaus Huber (Oppenau), Josef Kimmig (Lautenbach), Bernhard Huber, Helmut Renner (Appenweier), Ford Autohaus Ralf Neumaier sowie Hannelore und Günther Georgi.


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Volksbank Offenburg
Kto. 277 14 03, BLZ 664 900 00
Sparkasse Offenburg/Ortenau
Kto. 53 07 00, BLZ 664 500 50