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Mineralwasser aus dem Hahn
Drei Brunnen in Bad Peterstal erhalten ihr Wasser von den Freyersbacher Schwarzwaldquellen

Die drei Brunnen im Ortskern von Bad Peterstal sprudeln wieder. Möglich macht es der Freyersbacher Brunnenbetrieb, der das Wasser der Stahlbadquelle in seinen modernen Anlagen aufbereitet. Die Brunnen mussten im Februar 2006 vom Netz, da verschärfte Grenzwerte nicht mehr eingehalten werden konnten.
autor: silke keil

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© Walter Weigl

Zwei Passantinnen kosten das Mineralwasser vom Urbansbrunnen in Bad Peterstal. Es stammt mit einigen Umwegen aus der Stahlbadquelle.

05.05.2007 - Bad Peterstal-Griesbach. Seit Mitte April sprudeln die Brunnen in Bad Peterstal-Griesbach wieder. Früher wie gewöhnlich, da auch die hintere Renchtalgemeinde nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen hat Besonders ungewöhnlich ist jedoch der Weg, den das Wasser von der Stahlbadquelle bis zu den drei Brunnen in der Ortsmitte von Bad Peterstal seit Neuestem nimmt: Er führt über den Freyersbacher Mineralbrunnenbetrieb am Ortseingang von Bad Peterstal.
Ab diesem Frühjahr fördern der Urban-, Schul- und Kriegerdenkmalbrunnen kein direktes Wasser aus der Stahlbadquelle mehr. Es wird zuvor von der Freyersbacher Schwarzwaldquellen GmbH und Co. Kg über einen Stofffilter geleitet und von überhöhten Eisen-, Mangan- und Arsengehalt befreit. Im Anschluss wird es zu den Trinkwasserbrunnen im Ortskern weitergepumpt. So soll es in Zukunft nach Information der Kurgemeinde auch bleiben.
»Aus den Hähnen fließt jetzt wieder natürliches Mineralwasser«, freut sich Hauptamtsleiter Matthias Börsig, der sich ein ganzes Jahr um eine Lösung bemühte. Im Februar 2006 musste den Brunnen der Hahn zugedreht werden: Die Mangan- und Arsenwerte lagen über den Grenzwerten der EU-weiten Mineral- und Tafelwasserverordnung. Diese waren erneut nach unten geschraubt worden. Das Wasser aus der Stahlbadquelle, das seit Jahrzehnten gerne von Einheimischen wie auch von Gästen getrunken wurde, durfte in seiner Rohform nicht mehr fließen.
Während die Brunnen in der zweiten Jahreshälfte vom Netz gingen, experimentierte Börsig mit verschiedenen Filtermethoden. Über einen Kompressor fügte er dem Wasser Luft zu. Es wurde damit den strengen Richtlinien gerecht, schmeckte aber fade. Außerdem schwankten die Messwerte zu stark

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Die optimale Dosierung des Sauerstoffs war eine »knifflige Angelegenheit«, da das Wasser zu den drei Brunnen unterschiedlich lange Wege zurücklegte. Damit während der Experimentierphase keine Passanten dürsten mussten, führte Bad Peterstal-Griesbach den Brunnen ersatzweise mit Kohlensäure angereichertes Leitungswasser zu.
Kosten für Strom
Mit der Umleitung über die Freyersbacher Schwarzwaldquellen hat die Gemeinde nun eine sichere Lösung für die dauerhafte Speisung der Brunnen gefunden. Da ihr die Stahlbadquelle zu Anteilen gehört, muss sie nur für die Anschaffung der Pumpen und den Strom aufkommen. »Wir rechnen mit Stromkosten von 200 bis 300 Euro im Jahr«, schätzt Matthias Börsig.
Rund 1000 Liter werden pro Tag im Leitungssystem der Brunnen umgewälzt, damit das Wasser nicht absteht. Getrunken wird davon nach Ansicht des Hauptamtsleiters »nur wenig«. Wenn Passanten jedoch den Hahn aufdrehen, wird ihnen qualitativ hochwertiges Mineralwasser mit einem Kohlensäuregehalt »zwischen still und medium« serviert. Den Produkten der Freyersbacher Schwarzwaldquellen möchte die Gemeinde mit dem Brunnenwasser jedoch nicht konkurrieren. Börsig: »Der Betrieb füllt kein Wasser ab, das in dieser Art ist.«

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