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Sportprofil stärkt Schulstandort
HFG-Chef Thomas Steiner: Hallenkapazitäten reichen aus / Keine zusätzlichen Kosten für Schulträger

Sie hatten alle Argumente auf ihrer Seite: Mit einer beeindruckenden Präsentation holten sich am Montagabend der Schulleiter des Hans-Furler-Gymnasiums, Thomas Steiner, sein Stellvertreter Volker Wacker und Sportfachbetreuer Daniel Kehres grünes Licht vom Gemeinderat für ein Sportprofil am HFG.
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© HFG

Auch Skifahren gehört am Hans-Furler-Gymnasium zum Sportprogramm: Schon jetzt fahren alle 7. Klassen für eine Woche nach Melchsee-Frutt.


28.01.2010 - Oberkirch. Das Hans-Furler-Gymnasium erweitert ab dem nächsten Schuljahr sein Bildungsangebot um ein Sportprofil (wir berichteten ausführlich in der Dienstagsausgabe) Ausschlaggebend für die einstimmige Absegnung der Pläne im Gemeinderat war nicht nur, dass die bestehenden Hallenkapazitäten ausreichen werden und keine zusätzlichen Kosten anfallen. Vielmehr erkannte das Gremium die Möglichkeiten, die in dem neuen Angebot stecken: »Damit haben wir ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Umgebung«, anerkannte auch Oberbürgermeister Matthias Braun die Bemühungen der Schule, mit einer weiteren Attraktivitätssteigerung um künftige Gymnasiasten werben zu können: »Das trägt dazu bei, den Schulstandort zu stärken.« Nur das Okengymnasium in Offenburg kann das Sportprofil anbieten, das verstärkten Sportunterricht ab Klasse 5 vorsieht (siehe Infobox).
Zugreifen kann das Hans-Furler-Gymnasium auf eine »ideale Infrastruktur«, die Thomas Steiner lobend hervorhob: »Es wäre ungeschickt, dieses Potenzial nicht zu nutzen.« Kletterwand, Fußball-Minispielfeld, Leichtathletikanlage im Renchtalstadion, Niedrigseilgarten und Fußballplätze bieten optimale Voraussetzungen für ein breites Sportangebot. Dazukommt die Halle beim HFG: 120 Wochenstunden werden momentan vom Gymnasium belegt. Sie sollen auch künftig ausreichen, weil durch das achtjährige Gymnasium (G 8) ab dem nächsten Schuljahr die 13. Klasse wegfällt


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Zudem will das HFG verstärkt auf eine Kooperation Schule/Verein setzen, sagte Volker Wacker: »Wir werden auf die Vereinsvorsitzenden der Sportvereine zugehen und überlegen, was wir gemeinsam unternehmen können.«
Den Einwand von Stadträtin Manuela Bijanfar (FWV), ihr sei neu, dass an Gymnasien Leistungssportler herangezogen werden sollen, konterte Steiner mit dem Hinweis: »Begabung in Sprachen schließt sportliches Können nicht aus.Einen Widerspruch zwischen Sport und gymnasialem Bildungsanspruch gibt es nicht.«

STICHWORT
Sportprofil
Mit dem Sportprofil wird am HFG ein Bildungsangebot geschaffen, das Kindern, die neben ihrer Begabung einen verstärkten Bewegungsausgleich benötigen, um erfolgreich arbeiten zu können, ein entsprechendes Programm offeriert.
Die Hinführung zum Sportprofil, das ab der 8. Klasse statt Italienisch, Latein oder Natur/Wissenschaft/Technik (NWT) gewählt werden kann, erfolgt bereits ab Klasse 5 (bis Klasse 7) mit einer zusätzlichen Sportstunde (Sport plus).
Ab Klasse 8 stehen dann bei Wahl des Sportprofils drei zusätzliche Sportstunden auf dem Stundenplan.

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