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Wer Bücher klaut, bei dem piepst es bald
Mediathek: Eröffnung am 13./14. März geplant

Der Termin für die offizielle Eröffnung der Mediathek ist anvisiert: Am Wochenende des 13./14. März soll Oberkirchs neue Kulturstätte erstmals fürs große Publikum geöffnet werden. Rund 30 000 der geplanten 40 000 Medien werden auf die Ausleihe warten.
autor: rüdiger knie

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© Fotos: Architekturbüro Wurm und Wurm

LIchteffekte an der Fassade: Nachts soll die Mediathek angestrahlt werden – entsprechend der aktuellen Planung aber nicht mehr von zwei Lichterreihen, die in den Granitstein im Gehweg eingesetzt werden, sondern durch eine Reihe.


15.10.2009 - Oberkirch. Die Baufertigstellung der Oberkircher Mediathek ist Ende Dezember geplant. Ab Januar folgt die Einrichtung des Gebäudes und der Umzug der Mediathek, bevor der große Tag der Eröffnung ansteht. Dafür gibt es jetzt einen voraussichtlichen Termin. Die Stadtverwaltung hat das Wochenende vom 13. bis 14 März dafür anvisiert. Denn an diesem Wochenende gibt es in Oberkirch einen verkaufsoffenen Sonntag. Vonseiten der Verwaltung hofft man an diesem Tag auch auf viele auswärtige Neugierige, die sich die Mediathek anschauen wollen. Bevor es so weit ist, muss der Oberkircher Gemeinderat am kommenden Montag noch einmal Geld für die Mediathek freigeben: Die Stadtverwaltung will rund 10 000 neue Medien bestellen. Dies bestätigte Hauptamtsleiter Hermann Brüstle auf Anfrage der ARZ. Über knapp 20 000 Medientitel verfügt die Stadtbibliothek Oberkirch bisher. Der Bestellauftrag kann erst nach der Mittelfreigabe erfolgen. Zu den Kosten wollte Brüstle noch nichts sagen. »Wir möchten zunächst den Gemeinderat informieren.« Die Finanzierung ist im Vorgriff auf 2010 geplant.
40 000 in drei Etappen
Das angepeilte und durch die Größe des Baus bedingte Ziel von insgesamt 40 000 Medien strebt die Stadtverwaltung in mehreren Etappen an. Ausschlaggebend dafür ist nach Auskunft Brüstles nicht zuletzt die Finanzkrise. »Wir planen für 2010 mit 30 000 Medientiteln. 2011 und 2012 sollen jeweils 5000 weitere hinzukommen.« Inklusive der notwendigen Regale. Über deren Kauf hat man bereits einen Vorvertrag zu einem Festpreis abgeschlossen (wir berichteten). Berechnungsgrundlage für die 40 000 Medien sind zwei Stück pro Einwohner


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Wann und wie lange die Bibliothek wegen des Umzugs in die Mediathek geschlossen wird, ist noch unklar. »Wir wollen die Schließzeit auf ein Minimum reduzieren«, stellt Brüstle fest, der von vier bis sechs Wochen ausgeht. »Wir planen in dieser Übergangszeit die Ausleihfristen zu verlängern.« Bücher in der Stadtbibliothek raustragen und in der Mediathek einräumen – ganz so einfach funktioniert Oberkirchs Medienwelt nicht. Jeder Titel wird mit einer Funk-erkennung (RFID – siehe Stichwort) versehen, die laut Brüstle auch als Diebstahlsschutz dient. »Wer ein Buch nicht ordnungsgemäß ausleiht, bei dem piepst es – ähnlich wie am Eingang eines Kaufhauses.

STICHWORT
RFID
Die Abkürzung RFID steht für »Radio Frequency Identification« und bedeutet so viel wie Funkerkennung. Dieses System bietet die Möglichkeit, Daten – ohne sie zu berühren oder Sichtkontakt zu ihnen zu haben – zu lesen und zu speichern. Um eine RFID-Erkennung zu ermöglichen, müssen die Medien, die man durch die Daten identifizieren will, mit einem sogenannten Transponder ausgestattet sein, der auf die Anfrage des Lesegerätes antwortet. Dies geschieht über Funk

Hintergrund
China-Granit kommt ohne Teppich
Was haben die Marktplätze in Offenburg und Lüdenscheid gemeinsam? Sie sind beide mit einem Granit-Stein gepflastert, der für Anstoß sorgte. Das Modell G 682 aus der chinesischen Provinz Fujian strahlte neu zunächst in einem hellen Gelb.
Nach dem ersten Dreck wurde der Stein auch nach mehreren Reinigungsgängen nicht wieder sauber. In Lüdenscheid mussten die Marktbeschicker sogar zu Teppichen und Planen greifen – amtlich verordnet von der Baudezernentin, um den Naturstein vor Zwetschgenmatsch, Kartoffeldreck und Eigelb zu schützen. Was hat das jetzt alles mit Oberkirch zu tun? Auch hier wird für rund 158 000 Euro Granit aus dem Reich der Mitte gepflastert – in den Außenanlagen rund um die Mediathek. Hauptgrund: Er war bei der Auftragsvergabe rund 30 Prozent günstiger als das zweitbeste Angebot eines Portugal-Granits.
Auch Oberkirch setzt auf Natursteinoptik. Ein ähnliches Reinigungsproblem wie in Offenburg und Lüdenscheid befürchtet Bauamtsleiter Peter Bercher indes nicht: »Unser Granit ist anthrazitfarben, ein dunkles Grau.« Als Kontrast zur weißen Fassade der Mediathek.

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