08.07.2009 - Oberkirch (RK). Die Verlegungen von Versorgungsleitungen, die beim Bau der B 28-Umfahrung im Weg sind, haben Auswirkungen auf das komplette städtische Trinkwassernetz: Durch den Anschluss der neuen Leitung im Bereich der Butschbacher Straße müssen die Stadtwerke ab heute eine sogenannte Schutzchlorung vornehmen »Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme«, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Klattig. »Durch die Trennung der Leitungen können Keime ins Wasser gelangen.« Die Aktion ist zunächst auf 14 Tage befristet. Betroffen ist das komplette Leitungsnetz und damit neben der Kernstadt Oberkirch auch alle Stadtteile mit Ausnahme von Ödsbach, das ausschließlich mit Quellwasser versorgt wird. Lautenbach, Teile der Stadt Renchen, Ulm und Erlach sind ebenfalls von der Chlorung betroffen.
»Das Ganze klingt schlimmer, als es ist«, sagt Klattig, »die meisten Verbraucher merken von der Chlorung gar nichts.«
Ob durch die Leitungsanbindung tatsächlich Keime ins Trinkwasser gelangt sind, können die Stadtwerke an der Konzentration des Chlors im Wasser ablesen: Denn je mehr Chlor verzehrt wird, umso mehr Keime wurden abgetötet. »Über die Chlorkonzentration können wir somit kontrollieren, ob das Netz sauber ist«, erklärt Klattig die Vorgehensweise.
Die Stadtwerke wollen öffentlich darauf hinweisen, wann die Chlorung des Wassers eingestellt wird.
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