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Heimliche Suche nach Funkmastplatz
Sasbacher Bürger berichten Rathaus über Anfrage eines Mobilfukanbieters / Aufruf hat Erfolg

Wieder ist ein Mobilfunkanbieter in Sasbach auf der Suche nach Standorten für Sendemasten. Außerdem denkt die Gemeinde über einen Jahreskalender nach, der werbefinanziert ist.

autor: roland spether

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© Roland Spether

Bereits 2005 gab es bereits Bürgerproteste, als ein Bürger ohne Wissen der Gemeinde mit Vodafone einen Vertrag schloss – im Hintergrund das damals betroffene Grundstück am Mergelbuckel in Sasbach.


18.06.2009 - Sasbach. Die Sasbacher Bürger lesen aufmerksam das Gemeindeblatt. Das bestätigte sich jetzt in Sachen Mobilfunk-anbieter O2. Zwei Bürger machten die Verwaltung darauf aufmerksam, dass Mitarbeiter des Betreibers wieder aktiv wurden und auf Gemarkung Sasbach geeignete Grundstücke suchten
Die Verwaltung wurde über diese Suche vom Unternehmen nicht informiert, hat allerdings nach Bekanntwerden sofort mit O2 Kontakt aufgenommen, bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten. »Unsere Informationspolitik fruchtet«, meinte Bürgermeister Wolfgang Reinholz mit Blick auf den immer wieder erschienenen Hinweis im Gemeindeblatt, dass Bürger keine Verträge mit Mobilfunkanbietern abschließen und stattdessen die Verwaltung informieren sollten. 
Der Betreiber war im Oktober 2007 in Obersasbach aktiv, als eine O2-Mobilfunkbasisstation im Gebiet Erlenbad-Hochfelden zur Diskussion stand. Die Gemeinde reagiert und führte Gespräche mit O2, es formierte sich auch eine »Bürgerinitiative Mobilfunk Sasbach und Obersasbach« gegen die Station. Im Sommer 2005 war die Gemeinde ein »gebranntes Kind«, als Vodafone nach einem Vertrag mit einem Bürger am Sasbacher Mergelbuckel einen Standort vorlegte und sich Bürgerprotest formierte. Es gab Gespräche, Sitzungen und Versammlungen, der Bürger kündigte wieder den Vertrag und bisher gab es in Sasbach keine Aktivitäten.
Susanne Bergmann informierte über einen Jahreskalender mit allen Terminen von Vereinen oder Mülldaten, der gratis an alle Sasbacher und Obersasbacher Haushalte verteilt werden soll

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Finanziert wird er über Werbung von Sasbacher Unternehmen.  Bisher habe sich die Gemeinde an einem solchen Projekt nicht beteiligt und die Firmen verschont, dieser Kalender sei allerdings eine interessante Sache. Bei der Abfrage des Meinungsbildes gab es eine Neinstimme gegen den Kalender.
Solardächer gewünscht
Ein Zuhörer schlug vor zu prüfen, ob die Gemeinde nicht Dächer auf öffentlichen Gebäuden Bürgern zur Solarnutzung zur Verfügung stellen kann. Eine weitere Anfrage bezog sich in gleicher Thematik auf das neue Feuerwehrhaus, was nach Aussage des Bürgermeisters in Kürze beraten werden soll.
Toilettenrabatt bei Wasserzins
Gemeinderat Ambros Bühler wollte wissen, ob die Gemeinde jenen Gaststätten den Wasserpreis um 30 Euro im Jahr erlassen würde, wenn Besucher deren Toiletten auch ohne Gasthausaufenthalt nutzen können. »Bei einem solchen Betrag wundere ich mich nicht, wenn niemand mitmacht«, meinte Bühler und schlug vor, dass erneut über einen Betrag nachgedacht werde. Der Betrieb einer öffentlichen Toilette verursache erhebliche Kosten. Ortsvorsteher Albert Doll bestätigte den Betrag, Gaststätten hätten bisher recht schlechte Erfahrungen mit diesem Thema gemacht. sp

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