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Peter Lessing und Elfriede Hodapp: Zwei
Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften der Senioren in Clermont-Ferrand / Duo gewinnt fünf Titel

Erfolgreich kehrten die Senioren-Leichtathleten des SC Önsbach von den Hallenweltmeisterschaften aus Clermont-Ferrand (Frankreich) zurück. Die Bilanz: fünf Gold- und drei Silbermedaillen von Elfriede Hodapp und Peter Lessing.
autor: heiko franke

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© Heiko Franke

Elfriede Hodapp und Peter Lessing gewannen zusammen fünf WM-Titel in Frankreich.


01.04.2008 - Achern-Önsbach/Kehl. 5000 Aktive aus aller Welt auf den Weg waren in die geschichtsträchtige Stadt Clermont-Ferrand, am Fuß des erloschenen Vulkans Puy de Dôme, gereist, darunter ein 368-köpfiges deutsches Aufgebot Neben den Wettbewerben unter dem Hallendach wurden auch Titel im Crosslauf, Halbmarathon sowie im Straßengehen vergeben.
Den Titelreigen eröffnete Peter Lessing im Crosslauf der Altersklasse M65. Auf dem acht Kilometer langen Parcours beherrschte Lessing die Konkurrenz nach Belieben und gewann in 31:21 Minuten mit über einer Minute Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Mit seinem überlegenen Sieg legte Peter Lessing auch den Grundstein für seine zweite Goldmedaille. Denn auch in der Mannschaftswertung der drei besten Läufer einer Nation war das deutsche Team nicht zu schlagen.
Den dritten Titel gab es für den Önsbacher Langstreckler auf der Halbmarathondistanz, die am letzten Tag der Titelkämpfe auf dem Programm stand. Bereits in der ersten von vier Runden war klar, dass keiner der Konkurrenten in der Klasse M65 Lessings Tempo gewachsen sein würde. Nach 21,1 Kilometern zeigten die Uhren für den 67-Jährigen 1:22,58 Stunden – eine Zeit, von der auch viele wesentlich jüngere Läufer nur träumen können. Darüber hinaus sicherte sich die deutsche Mannschaft hinter der französischen Equipe die Silbermedaille.
Eine weitere Silbermedaille hatte es für Lessing bereits zwei Tage zuvor über 3000 Meter in der Halle gegeben. Hier hatte er sich in 10:46,12 Minuten lediglich einem Australier geschlagen geben müssen.
Nicht ganz optimal waren die WM-Vorbereitungen für Elfriede Hodapp verlaufen

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Ende letzten Jahres hatte sich die Önsbacher Mittelstrecklerin einer Augenoperation unterziehen müssen, die sie zu einer mehrwöchigen unfreiwilligen Trainingspause zwang. Dennoch wollte Acherns »Sportlerin des Jahres« nicht auf einen Start in Clermont-Ferrand verzichten. Es spricht für Elfriede Hodapps Klasse, dass eine nur zweimonatige Trainingsphase ausreichte, um rechtzeitig in weltmeisterliche Form zu kommen. Zwar musste sie sich zum Auftakt über 800 Meter der Klasse W70 in 3:19,53 Minuten noch knapp einer drei Jahre jüngeren Läuferin aus den USA geschlagen geben, doch beim tags darauf gestarteten 3000-Meter-Lauf war die Önsbacherin nicht zu bremsen. Vom Start weg übernahm sie das Kommando, baute von Runde zu Runde ihren Vorsprung aus und siegte unangefochten in 13:58,91 Minuten.
Revanche geglückt
Nach nur zwei Tagen Erholungspause standen für Elfriede Hodapp die 1500 Meter auf dem Programm. Hier kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit der Siegerin des 800-Meter-Laufes. Schon bald nach dem Startschuss kristallisierte sich heraus, dass Hodapp und die US-Amerikanerin auf den siebeneinhalb Runden den Sieg unter sich ausmachen würden. Zunächst ging Elfriede Hodapp in Führung, wurde aber in der fünften Runde von der Amerikanerin attackiert, die rasch einen Vorsprung von 15 Metern herauslaufen konnte. In der letzten Runde kämpfte sich Elfriede Hodapp aber wieder heran, schob sich auf den letzten Metern im Schlussspurt noch an der Amerikanerin vorbei und sicherte sich ihre zweiten Weltmeistertitel. Im Ziel zeigten die Uhren für die Önsbacherin 6:42,34 Minuten, damit lag sie knapp eine Sekunde vor ihrer Konkurrentin.
Zum Abschluss der Veranstaltung freute sich nicht nur der mitgereiste Alterspräsident Augustin Hodapp über das erfolgreiche Abschneiden seiner Athleten, auch die Vertreter des Deutschen Leichtathletikverbandes zeigten sich beeindruckt von den Leistungen des Önsbacher Laufduos.

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