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Katzenbesitzer fischen im Trüben
Noch immer wseiß man nicht, wer hinter dem »Stubentiger-Klau« in Rheinbischofsheim steckt

Im Rheinbischofsheimer Wohngebiet »Ringelplatz« sind in den letzten Monaten überdurchschnittlich viele Hauskatzen verschwunden – und noch immer weiß man nicht, wer dahinter steckt.
autor: josef budai

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30.10.2007 - Rheinau-Rheinbischofsheim. Wer kennt sie nicht, die Plakate und Aufrufe, wo nach verschwundenen Katzen gesucht wird. Eigentlich nichts Außergewöhnliches, denn es verschwinden immer wieder mal Katzen – sei es, dass sie sich einfach verlaufen und verirren oder Opfer von Unfällen werden Im Gebiet Weiherstraße/ Ringelplatz in Rheinbischofsheim häufen sich diese Fälle allerdings in bemerkenswertem Umfang (wir berichteten mehrfach).
Die betroffenen Besitzer glauben daher auch nicht mehr an einen Zufall. Insgesamt zehn verschwundene Katzen in den vergangenen zwei Jahren lassen erheblichen Spielraum für Vermutungen – zumal alle Fälle etwas gemeinsam haben. So waren alle Katzen Freigänger. Egal ob diese Katzen jung oder älter waren, sie kehrten alle aus unbekannten Gründen nicht mehr von ihren Streifzügen nach Hause zurück. Nur zwei Tiere, die bereits vor einigen Monaten verschwanden, wurden inzwischen wieder aufgefunden: eine im Industriegebiet Freistett, eine andere in Gambsheim.
Nicht freiwillig
Es mag zwar unwahrscheinlich aber möglich sein, dass eine Katze sich bis nach Freistett verläuft, aber einen Ausflug über den Rhein nach Frankreich macht sicher keine Katze freiwillig, so die Einschätzung der Katzenbesitzer. Was oder wer dahinter steckt, gibt aufgrund der seltsamen Umstände reichlich Anlass für Vermutungen, so dass die Betroffenen im Trüben fischen

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Wer könnte ein Interesse daran haben, diese Katzen mitzunehmen oder gar wegzubringen? Stecken kommerzielle Interessen dahinter, oder ist hier schlichtweg ein Tierfeind am Werk?
Oft war Vollmond
Auffallend ist, dass beim Verschwinden der Katzen auch wiederholt ein Bezug zum gerade vorherrschenden Vollmond festgestellt werden konnte, was weiteren Spielraum für Vermutungen lässt. Einige Familien haben so bereits mehrfach ihre Haustiere verloren. Ihr Unmut ist verständlich, denn »Stubentiger-Klau« ist nicht nur Tierquälerei, soindern in jeden Fall auch Diebstahl.
Daher wurde auch bereits vor etlichen Wochen Anzeige bei der Polizei erstattet und der Vorgang an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Die Ermittlungen laufen – allerdings gibt's laut Auskunft des Polizeipostens Rheinau noch keine konkreten Erkenntnisse.
Einig sind sich die Betroffenen aber auf jeden Fall, dass sie auch künftig das Recht in Anspruch nehmen möchten, sich Haustiere zu halten. Neben den Tieren selbst sind dann meist die Kinder die Leidtragenden, denn sie hat das Verschwinden ihrer Lieblinge schon so manche Träne gekostet. Daher hoffen die Betroffenen auf möglichst baldige Aufklärung, wobei man auch auf Hinweise aus der Bevölkerung dankbar ist.

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