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© Regine Maßholder
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Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden einzigen Mädchen des Vorbereitungsseminars, Lisa Sauermann (links) und Jessica Fintzen, sowie Georg Schröter wieder mit zur Mathematik-Olympiade dürfen, ist hoch. Sie gehören schon jetzt zu den Favoriten.
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23.05.2008 - Oberwolfach. Die kniffligen Aufgaben, die die Referenten für das Vorbereitungsseminar auf die Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) zusammengetragen haben, klingen für den Durchschnittsbegabten abstrus und unlösbar Aber nicht nur bei der jüngsten der Runde, der 15-jährigen Lisa Sauermann aus Dresden, blitzen die Augen. Alle 16 Teilnehmer genießen es, einmal so richtig gefordert zu werden und ausgiebig an vertrackten mathematischen Aufgaben rumtüfteln zu können.
Kein Wunder, die Schüler aus ganz Deutschland haben sich beim Bundeswettbewerb für Mathematik als beste deutsche Nachwuchsmathematiker herauskristallisiert. Sechs von ihnen vertreten Mitte Juli Deutschland bei der IMO in Madrid. »Ich nehme stark an, dass die beiden einzigen Mädchen, die für Deutschland bereits Medaillen geholt haben, wieder dazugehören werden«, verrät Delegationsleiter und Professor für Mathematik an der Uni Rostock, Dietrich Grohnau. Auch der Dresdner Georg Schröter, der schon zweimal erfolgreich teilgenommen hat, gehört wieder zu den Favoriten.
Die Olympiade wurde 1959 auf Initiative Rumäniens ins Leben gerufen. Sie findet jährlich in einem anderen Gastland statt. Inzwischen kommen Schüler aus knapp 100 Ländern zu dem freiwilligen Leistungsvergleich auf internationaler Ebene. »Unsere Schüler haben gute Chancen auf Medaillen«, verrät Dietrich Grohnau. Denn anders, als bei der PISA-Studie, stehen die Deutschen Schüler, wenn es um Hochbegabung geht, europaweit an der Spitze. Auf die 50. Mathe-Olympiade freut sich Grohnau, der vor 39 Jahren selbst als Schüler für die DDR um eine Medaille kämpfte, ganz besonders: Die Jubiläumsveranstaltung findet im Sommer 2009 in Bremen statt
Wer sich die jungen Rechengenies nun besonders durchgeistigt oder verklemmt vorstellt, hat weit gefehlt. »Alle sind ganz normale junge Leute«, versichert Grohnau und zumindest der äußere Anschein gibt ihm recht. Die bevorzugte Kleidung besteht, wie bei den Altersgenossen, aus T-Shirts und Jeans.
Auch was Lisa, Jessica und Georg aus ihrem Leben erzählen, klingt nicht außergewöhnlich. Lisa spielt Blockflöte und wandert gern. Jessica und Georg, beide 18 Jahre alt, stecken mitten im Abitur. Während es Jessica auch im Leistungsturnerin recht weit gebracht hat, bevorzugt Georg eher Tennis, Skifahren, Volleyball und Fahrradfahren. Und er liebt moderne Musik.
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