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| kinzigtal |
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Akkordeonmusik zum Abheben
Gutacher Akkordeonorchester begeisterte mit musikalischen Höhenflügen der »Akko-Air«
Mit musikalischer Brillianz – als wäre es ein Klacks, leichte Unterhaltungsmusik zu spielen, mit Kreativität und Witz brachte das Akkordeonorchester am Samstag sein Publikum in der voll besetzten Festhalle in Hochstimmung.
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autor: claudia ramsteiner
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© Claudia Ramsteiner
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Wunderschön: Sandra Götz mit dem Titanic-Titelsong »My heart will go on«.
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14.04.2008 - Gutach. Mit einer fetzigen Abschiedsparty stimmte das Jugendorchester unter der Leitung von Gabi Billharz das Publikum in der voll besetzten »Flughafenhalle« auf den Abflug mit der »Akko-Air« ein Für die erste Überraschung sorgte die 16-jährige Sandra Götz, die ihr Akkordeon beiseite legte und mit ihrer wunderschönen, natürlichen Stimme und hundertprozentiger Intonation den Titelsong des Titanic-Films »My heart will go on« sang. Mit einem Western-Potpourry schürten die jungen Tastenkünstler das Fernweh, bis die Maschine mit lautem Getöse endgültig abhob.
Und schon fanden sich die Zuhörer, vorbereitet durch die beiden charmanten Flugbegleiter Sven und Jasmin, mitten auf einem persischen Markt wieder, wo »Kameltreiber« Victor Allmendinger und sein glänzend aufgelegtes Orchester rhythmisch und harmonisch anspruchsvoll all die Stimmungen einer orientalischen Marktszene eingefangen hatte.
Beschwingte Operettenmelodien von Fred Raymonds »Maske in Blau« führten zur feurigen »Juliska aus Budapest« und nach San Remo, bevor die Akko-Air Whitney Houston in ihrem Privatjet überholte und mit einem glänzenden Saxofonsolo von Harald Kiefer den Olympia-Song »One moment in time« intonierte.
Nun landete der Flieger mitten in der russischen Taiga, und spätestens jetzt war Abschnallen angesagt, weil es keinen mehr still im Sitz hielt. Victor Allmendinger, mit Pelzmütze auf dem Kopf und Quecksilber in den Fingern, leitete mit atemberaubenden Läufen solistisch über zur »Russischen Fantasie«. Der Dirigent, dem die Freude am Spiel mit seinem Orchester schon den ganzen Abend ins Gesicht geschrieben war, spielte nun auch sein ganzes komödiantisches Talent aus
Galopp über die Steppe
In Posen, als hätte er die 30 Wodkaflaschen der Bühnendekoration alleine ausgetrunken, jagte er seine Musiker im wilden Galopp über die Steppe, um gleich darauf schwermütig in tiefe russische Melancholie zu fallen. Orchester und Publikum gerieten in Hochstimmung, eine Musik zum Abheben über den großen Teich, wo bereits Truck Stop mit »Dave Dudley« wartete und mit Cowboy Victor durch den »Wilden, wilden Westen« ritt.
Die letzten Minuten an Bord genossen die Fluggäste mit der Pop-Legende Les Humphries und Abstechern nach »Mexico« und »Kansas City«. Das Publikum klatschte begeistert mit und wollte auch nach der Landung einfach nicht mehr damit aufhören. Schon in den Schlusston mischten sich die ersten Zugabe-Rufe, die Stimmung war überschäumend, und mit stehenden Ovationen holte sich das Publikum noch zwei Zugaben heraus – die »Egerländer Polka« und auf Wunsch des Bürgermeisters ein letztes »Mama loo«.
Victor Allmendinger und seine Musiker erwiesen sich als wahre Könner. Wer leichte Musik so perfekt spielt, dass sie auch noch leicht aussieht, wer so viele kreative Gags einbaut, ohne dass die Musik darunter leidet, der verdient Hochachtung – und so ein zahlreiches und begeisterungsfähiges Publikum wie am Samstag in Gutach.
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