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Mathematik für breites Publikum
Oberwolfacher Gemeinde und Mathematisches Forschungsinstitut planen gemeinsames Projekt
Eine »Mathematische Installation« zur anschaulichen Vermittlung von Mathematik für ein breites Publikum plant die Gemeinde Oberwolfach zusammen mit dem Mathematischen Forschungsinstitut im Dachgeschoss des Oberwolfacher Rathauses. Eröffnung soll im »Mathematischen Jahr 2008« sein.
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28.06.2007 - Oberwolfach »Wir wollen die Kunst der Mathematik als Kulturgut vermitteln, das ist die Grundidee der Mathematischen Installation Oberwolfach«, erläuterte Stephan Klaus vom Mathematischen Forschungsinstitut Oberwolfach dem Gemeinderat die Projektidee einer »Mathematischen Installation« im Dachgeschoss des Rathauses.
Es ist eine gemeinsame Idee des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach und des Bürgermeisters Jürgen Nowak. Diese war in einer nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung im März begeistert aufgenommen worden. Allerdings sah der Gemeinderat angesichts dringender Investitionen wenig Spielraum für den Umbau des Rathauses und verwies auf die Finanzierung durch Sponsoren.
Inzwischen wurden etliche Gespräche mit möglichen Geldgebern geführt und für diese landesweit wohl einmalige Einrichtung gewonnen. Auch Kultusminister Helmut Rau will sich für eine Förderung durch das Land einsetzen.
Von einem Museum indes mochte Stephan Klaus nicht sprechen, das klingt ihm zu angestaubt. »Wir wollen die Mathematik allen Interessierten näher bringen«, denn diese werde immer wichtiger.
Die Bedeutung der Mathematik für das tägliche Leben soll in anspruchsvoller und ansprechender Weise dargestellt werden, wobei die besondere Betonung auf Interaktion und audiovisueller Vermittlung liegt. Klaus peilt vier Gruppen von Besuchern an: Neben den Touristen und der übrigen Bevölkerung sieht er Schulklassen und die vielen Besucher des Instituts als Publikum für die Installation.
»Das Dachgeschoss des Rathauses ist der ideale Standort,« begeisterte sich der Vertreter des Mathematischen Forschungsinstituts. Es biete ein einzigartiges Ambiente für ein einzigartiges Projekt
Vergleichbare Einrichtungen gibt es allenfalls noch in Gießen oder Paris. Die Gemeinde stellt den Platz zur Verfügung und die Grundversorgung.
Trägerverein gründen
Die Füllung mit Inhalten im Wert von etwa 150 000 Euro übernimmt das Institut zusammen mit dem Mathematikerverband, dem Forschungsministerium und der Telekomstiftung, die alle das »Jahr der Mathematik« 2008 fördern.
Der Umbau des Rathauses mit Kosten von etwa 285 000 Euro, zu denen allerdings nach dem Willen des Gemeinderats noch die Installation eines Aufzugs käme, soll über Förderung und Sponsoren finanziert werden.
Bürgermeister Jürgen Nowak regte die Gründung eines gemeinnützigen Förder- und Trägervereins mit Privatpersonen und Firmen an, damit Geldgeber steuerlich berücksichtigt werden können.
An der Gemeinde hängen bleiben sollen lediglich die laufenden Kosten für Strom und Heizung sowie der Kartenverkauf. Die jährlichen Betriebs- und Personalkosten von ungefähr 45 000 Euro soll sich über die erwarteten 15 bis 20 000 Besuchern und über einen angeschlossenen Shop finanzieren.
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