|
|
|
© Gerhard Harmuth
|
|
|
28.07.2010 - Offenburg/Durbach-Ebersweier. In der Halle am Durbach fand am Freitag ein Schautanzen des Tanz- und Ballettstudios Marcus Wegel statt. Die Leitung hatte Julia Kircher, Marcus Wegel moderierte Mit Ballett, Jazztanz, Hip-Hop, Steptanz, Modern Dance, Video-Clip-Stil und Flamenco präsentierten 100 Akteure 18 Choreografien verschiedener Stilrichtungen. Über 300 begeisterte Zuschauer gaben mehrfach starken Szenenapplaus und bejubelten die Akteure mit begeisterten Zurufen.
Eleganz, Anmut und Romantik kamen ebenso zum Ausdruck wie Elemente der Kampfkunst, Lebensfreude und Übermut. Die Mädchen (ab vier Jahren) eröffneten ihren Reigen mit dem Titel »Luftballons«. Zur Musik von Jacques Offenbach tanzte die zweite Gruppe der musikalischen Früherziehung stilechten »Can-Can«. Federleicht, quirlig und dennoch konzentriert bei der Sache, eroberten sich die Jüngsten die komplette Bühne. Erstaunlich differenziert zeigten sie erlernte Fuß- und Armpositionen. Danach fiel es ihnen sichtlich schwer, als Zuschauer auf ihren Plätzen zu bleiben. Die meisten farbenfrohen Kostüme hatte Julia Kircher im Vorfeld selbst genäht.
Wie eine Wundertüte war der Abend – gefüllt mit kontrastreichen Überraschungen für Augen und Ohren: Malerinnen in Blau-Weiß tanzten zu Charlston- und Walzermusik. Sterntaler in weich fließenden cremefarbenen Kleidchen interpretierten Christoph Gluck. Schwingende Röcke und Kopftücher in Orange trugen die Sechs- und Siebenjährigen zur Folklorechoreographie bei original serbischer Volksmusik.
Phantasievolle Kostüme
Auf Jahrmarktatmosphäre folgten peppige Musical-Ausschnitte und seltsam fremd anmutende Klezmerimprovisationen mit Klarinette
Ebenso abwechslungsreich wie die originellen Kostüme waren die Requisiten: Mit Pinseln, Kochtöpfen, Knoblauch, schwarzen Bällen und Nebelschwaden wurde die Aufführung sehr lebendig und ausdrucksstark. In »Thriller« von Michael Jackson brachte die Kindertanzgruppe sogar einige OriginalTanzschritte des verstorbenen Idols auf die Bühne.
»Trotz leichter Optik –Stepptanzen ist echter Leistungssport!«, so kündigte Marcus Wegel den anspruchsvollen Auftritt des Stepptanz-Trios an. Diese Vorstellung hatte sprichwörtlich »Hand und Fuß«. Zur Musik von James Brown trommelten die Stepper Rhythmen auf metallene Stuhlbeine und den Fußboden. Auch »Irish Tap«, mit hoher Körperspannung und eng anliegenden Armen wurde geboten, ebenso Stepptanz zu moderner Musik aus den Charts. Einflüsse aus Zigeunertänzen und orientalische Elemente vereinten sich in »Zambra«, einem Flamenco-Tanz, der Stolz, Eleganz und festes Aufstampfen präsentierte. Im Gegensatz dazu kreierten vier Tänzerinnen die zarte Ballade »Breathe me«.
Finaler Höhepunkt des gut zweistündigen Programms war ein Stück von Roman Polanski aus dem Musical »Tanz der Vampire«. Julia Kircher hatte die Gruppe aus Erwachsenen, Jugendlichen, Schülern und Kindern speziell für diese Choreografie zusammengestellt. Mit der fröhlich feiernden Tanzgesellschaft auf der Bühne freute sich das Publikum über die gelungenen Darbietungen voller unterschiedlicher Gefühle und Stimmungen.
Tanja Benz dankte der Studioleiterin Julia Kircher für deren herausragendes Einfühlungsvermögen mit Blumen: »Julia holt wirklich das Beste aus jedem raus!« Trotz extremer Sommerhitze habe sie zahlreiche Sonderproben abgehalten, sagte Julia Kircher, die zugleich aufwendige Kostüme genäht und etliche Choreografien geschrieben hatte. Sie lobte Kinder und Erwachsene für deren Ausdauer und Disziplin. Unter donnerndem Applaus und vom Publikum bejubelt, verließen die Tanzpädagogin und die Akteure die Bühne.
|