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Begeisterndes Techtelmechtel
Molières »Gaunereien des Scapin« auf Schloss Staufenberg aufgeführt / Lachtränen beim Publikum

Fesselnd, witzig und zu Lachtränen animierend: Molières Komödie »Die Gaunereien des Scapin«, vom Tournee-Theater Stuttgart auf die Bühne gebracht, begeisterte die Besucher auf Schloss Staufenberg. Die Kelterhalle wurde flugs zum Theatersaal umfunktionert.
autor: volker gegg

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03.07.2007 - Durbach. »Wer das nicht gesehen hat, der hat was verpasst. Wie hab’ ich gelacht während der letzten beiden Stunden!« so das Resümee von Luitgard Bär, der am Freitagabend sichtlich noch die Lachtränen auf den Wangen glitzerten. Nach der zweistündigen Vorstellung schaute man in ausschließlich zufriedene Gesichter Molières Komödie »Die Gaunereien des Scapin«, vom Tournee-Theater Stuttgart in Durbach auf die Bühne gebracht, war ein voller Erfolg.
Seit fast zwei Jahren hat das Ensemble das Stück im Repertoire und schon 70 Aufführungen im ganzen Land absolviert. Aus Profis und Laien besteht die Truppe um Theaterdirektor Klaus Ellmer. 2005 hat das Ensemble den fast schon vergessenen Klassiker von Molière zusammen mit dem bekannten Regisseur Wilfried Alt mit vielen modernen Elementen inszeniert. Molière selbst hätte dabei seine Freude gehabt, denn das, was die Schauspieler innerhalb von zwei Stunden boten, war Spielfreude pur. Im Stil der »Comedia del Arte« waren sämtliche Akteure die ganze Zeit auf der Bühne. Die wechselnde Kostümierung wurde dabei stets aus einem riesigen alten Koffer gezogen.  
Die Geschichte sprühte nur so von zeitlosem Witz und Situationskomik. Octave (Marcus Roll) und Leandres (Uwe Plessing), jung ledig und aus gutem Hause, haben sich unsterblich verliebt. Ihre Väter (Gerhard Strauss und Klaus Ellmer) –  zwei alte Geizknochen – haben ihnen aber strengstens verboten, auf eigene Faust auf Brautschau zu gehen. Diener Scapin, perfekt durch Hans Peter Menzel in Szene gesetzt, sitzt zwischen den Stühlen und vermittelt das Techtelmechtel. Es wird dabei gelogen, dass sich die Balken biegen

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Am Schluss des Zwei-Akters und nach sehr vielen Turbulenzen, Schlägen auf den Rücken und Galeerenfahrten wendet sich alles zum Guten und alle sind zufrieden.
Perfekt, wie das Werk modernisiert aber nicht verfremdet wurde! Elemente von Hip- Hop über E-Gitarren-Einsätze bis hin zu Dialekteinlagen à la »Stefan und Erkan« bereicherten die Handlung. Auch Elemente, die zum Spielort passen, führten zu Lachern beim Publikum, »hier trinkt ma halt statt Trollinger Spätburgunder und hat dennoch seine Freud daran«.
Mit mehrminütigen stehenden Ovationen wurde das Ensemble gefeiert. Zum ersten Mal wurde die historische Kelterhalle von Schloss Staufenberg zum Theaterspielort umfunktioniert. »Das hat seinen ganz besonderen Reiz«, lobte Besucherin Helga Blach. »Also mir hat es sehr gut gefallen«, ergänzte Bernd Grether.
Bestimmt nicht zum letzten Mal werden die Schwaben in Baden Theater spielen. »Das ist ein prima Ensemble und ihr Stück wirklich keine Sekunde langweilig«, so Achim Kirchner, Gutsleiter von Schloss Staufenberg.

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