11.05.2007 - Schutterwald. Die Trinkwasser-Qualität in Schutterwald beschäftigte den Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch. Alarmiert von der Veröffentlichung im Amtsblatt, in der über Belastungen aus Pflanzenschutzmittel-Rückständen berichtet wurde, war der frühere NÖB-Gemeinderat Manfred Lang in die Sitzung gekommen Er wollte erfahren, was die Gemeinde gegen diese laut Trinkwasser-Verordnung zu hohen Werte unternimmt.
Mess-Ergebnissen zufolge überschreiten die Rückstände die Vorgaben der Trinkwasser-Verordnung um mehr als das Siebenfache. Besonders belastet ist dabei das Wasser aus Offenburger Brunnen, das dem Schutterwälder Trinkwasser beigemischt wird. Bisher war der Stoff Dimenthylsulfamid, ein Abbauprodukt eines inzwischen verbotenen Pflanzenschutz-Mittels, technisch nicht nachweisbar. Erst neue chemische Methoden brachten die Belastungen ans Tageslicht.
»In gesundheitlicher Hinsicht ist das Trinkwasser dennoch unbedenklich«, sagte Bauhof- und Werkleiter Thomas Wurth. Das Umweltbundesamt sieht erst bei weit höheren Werten Handlungsbedarf.
»Wir werden der Sache aber weiter nachgehen«, versprach Bürgermeister Jürgen Oßwald. Offenburg habe bereits reagiert und belastete Brunnen vom Netz genommen. Jetzt will Schutterwald zunächst den Bericht des Landratsamts und die Ergebnisse der nächsten Messungen abwarten.
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