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© Peter Heck
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Hochschulrektor Winfried Lieber (rechts) und der Vorsitzende des Hochschulrats Wolfgang Bruder (Mitte) freuen sich über das Engagement des Offenburger Unternehmers Hans Schmid (links).
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30.07.2010 - Offenburg. 700 000 Euro stellt der Offenburger Unternehmer Hans Schmid für die Einrichtung einer Stiftungsprofessur an der Hochschule Offenburg zur Verfügung. Die Professur soll den Studierenden Kenntnisse im sogenannten Direct Marketing und E-Commerce beibringen Durch diese Professur werden sich 36 zusätzliche Studienanfänger ab Herbst 2011 an der Hochschule zu Betriebswirtschaftlern ausbilden können. Zurzeit nimmt die Hochschule 45 Studierende für diesen Studiengang auf.
Die 700 000 Euro ermöglichen die Finanzierung der Professur für acht bis zehn Jahre. Sollte sich die neue Studienausrichtung bis dahin bewährt haben, verpflichtet sich das Land Baden-Württemberg, die Professur dauerhaft an der Hochschule Offenburg zu unterhalten.
»Ich denke, viele Unternehmer der Region wissen gar nichts von dieser Möglichkeit«, sagte Schmid gestern auf der Pressekonferenz, die die Hochschule zur Ankündigung der Stiftungsprofessur organisiert hatte.
Der in Stuttgart geborene Unternehmer wusste zunächst selbst nichts von der Möglichkeit einer Stiftungsprofessur, wie er erzählte. Der Vorsitzende des Hochschulrats Wolfgang Bruder habe ihn dann eines Tages gefragt: »Kannst du nicht mal was für die Hochschule machen?« Daraufhin habe er mit seiner Frau, einer Amerikanerin, gesprochen. Die kannte aus den USA das gängige Modell, für das sich Schmid letztlich entschieden hat: Eine Anschubfinanzierung für eine Hochschullehre, von der sich der Unternehmer selbst Profit verspricht.
Standort gestärkt
Denn Schmid gehört zu einem der führenden deutschen Unternehmer, die in ihrer Handelsstrategie auf E-Commerce setzen. Damit wird das Anbieten und Verkaufen von Produkten über das Internet bezeichnet
Der akademische Nachwuchs für diesen neuen Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre sei jedoch selten. Schmid hofft, durch den Studiengang neue Mitarbeiter für sein Unternehmen ausbilden zu können.
Für die Hochschule Offenburg ist das die insgesamt fünfte Stiftungsprofessur, die eingerichtet werden kann. »Das ist für uns von großer Bedeutung«, sagte Bruder sinngemäß. Dadurch werde der Hochschulstandort Offenburg weiter gestärkt, der sich sowieso über die vergangenen Jahre hinweg rasant entwickelt habe. Im kommenden Wintersemester werden über 3 000 Studierende dort lernen. Vor zehn Jahren waren es erst 1 300 gewesen.
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