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Schluss mit dem Praxis-Schock
Career Center soll auf Berufsleben vorbereiten / Bewerbungsschluss fürs Wintersemester ist der 15. Juli

Studenten sind umworben: An der Offenburger Hochschule bekommen sie jetzt auch Hilfe beim Übergang ins Berufsleben.
autor: redaktion

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© Ulrich Marx

Hilfe beim Schreiben von Bewerbungen, Berufsorientierungsberatung und Business-Knigge-Kurse: All das bekommen Offenburger Hochschulstudenten im neuen Career Center.


08.07.2010 - Ortenau. Hier wird ein Ranking vor sich hergetragen, dort wird an der Hochschule als Marke gebastelt: Die künftigen Studierenden sind umworben wie nie. Und die demografische Entwicklung macht die Abiturienten begehrt. Die Hochschule Offenburg ist mittlerweile zu einem Mikrokosmos inmitten Offenburgs angewachsen Allein für das Wintersemester 2010/2011 (Anmeldeschluss 15. Juli) sind drei neue Studiengänge auf den Weg gebracht. Erst kürzlich bewilligte das Land Baden-Württemberg der Hochschule eine halbe Million Euro, damit dank eines vorgeschalteten Semesters die Zahl der Studienabbrecher minimiert wird. Und auch in Sachen »Career Center«, also Karrierezentrum, zählt die Offenburger Hochschule zu einer der ersten Fachhochschulen im Land, die ihre Studenten vom ersten Tag auf dem Campus bis zur Festanstellung begleiten.
Hohe Akzeptanz
»Wir interessieren uns für die Bedürfnisse unserer Studierenden und sehen uns – nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass wir Studiengebühren von ihnen erhalten – in der Pflicht, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden«, fasst Rektor Winfried Lieber zusammen, was er als eine der ersten Aufgaben seiner Hochschule betrachtet. Und die Offenburger sind schnell in der Umsetzung der Studentenbedürfnisse. Ergab eine Absolventenbefragung des Statistischen Landesamtes im Sommer 2009, dass 56 Prozent der Studierenden eine Verbesserung der Angebote zur Berufsorientierung wünschten, steht das Career Center der Offenburger Hochschule bereits seit einigen Wochen zur Verfügung

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»Als wir Anfang Mai mit einem Basis-Programm aus Beratung, Berufsorientierung und Unterstützung beim Berufseinstieg starteten, waren wir überrascht über das hohe Maß an Akzeptanz bei den Studierenden«, so Ulrich Tjaden, Leiter des Centers.
»Aufschieberitis«
Vom Bewerbungsmappen-Check über ein Assessment-Center-Training (Training für ein spezielles Personal-Auswahlverfahren), Einzelberatungen zur Berufsorientierung und zum Berufseinstieg bis hin zum Business-Knigge-Seminar für Akademiker oder Coaching gegen Prokrastination, was nichts anderes bedeutet als »Aufschieberitis«: Die Offenburger Studierenden wissen, dass sie bedürftig sind. Und sie nehmen die von ihrer Hochschule organisierten Angebote gerne in Anspruch: »Wir haben das Career Center in enger Zusammenarbeit mit der Studentenvertretung AStA entwickelt«, erklärt Tjaden. Dass die Studierenden einen immer höheren Bedarf auch an der Förderung so genannter Soft Skills haben, also sozialer Kompetenzen und persönlicher Fähigkeiten, die für die Karriere fit machen, sieht er dem immensen Druck der Arbeitswelt geschuldet: »Wir wissen, dass im Beruf oft ein nicht unerheblicher Druck auf den Menschen lastet. Mit einem Career Center erleichtern wir den Übergang von der Hochschule in die Berufswelt und können den Praxis-Schock etwas abmildern, indem wir Schlüsselkompetenzen über die fachlichen Inhalte hinaus vermitteln. Und wir stärken natürlich auch die Hochschule selbst, die sich im internationalen Wettbewerb um Studenten befindet.«
Laut Tjaden gehört Offenburg zu den ersten Fachhochschulen im Land, die ihren Studierenden ein Career Center anbieten. Dessen offizieller Auftakt zum Wintersemester findet übrigens am 9. November im Audimax statt. Was für die Studierenden besonders interessant ist, sind die Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern, die die Hochschule für sie anbahnt. Die bisherige Recruiting-Messe wird nun unter dem Dach des Career Center veranstaltet und ist für den 24. November terminiert. Und für den 25. November ist bereits der Besuch der größten deutschen Jobmesse, des Absolventenkongresses in Köln, geplant.

Hintergrund
Die drei neuen Studiengänge
Mit Medizintechnik, Energiesystemtechnik sowie »Unternehmens- & IT-Sicherheit« starten gleich drei neue Studiengänge auf dem Offenburger Campus.
Im Studiengang »Unternehmens- & IT-Sicherheit« freut sich Professor Daniel Hammer sozusagen auf »Hacker, die sich auf die Seite der Guten stellen«.
Im Studiengang Medizintechnik werden die Studenten ausgebildet, um Methoden und Geräte zu entwickeln, die einfacher und effektiver sind.
Der Studiengang Energiesystemtechnik ist interdisziplinär angelegt. Die Studenten begeben sich auf die Suche nach der Antwort auf die wichtigsten Fragen dieses Jahrhunderts: Wie kann man Energiesysteme schaffen, die die vorhandenen natürlichen Energieressourcen dauerhaft nutzen, ohne fossile Energieträger zu verbrauchen und dabei die Umwelt zu schädigen?

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