29.11.2008 - Offenburg (rr). Die Schwerpunktpraxis in der Offenburger Vogesenstraße, die sich um die Vergabe von Methadon an Heroinabhängige kümmert, ist jetzt endgültig gerettet. Das teilte gestern der betreibende Arzt Dirk Menzel mit
Grund: Nach einer Entscheidung des Landesschiedsamtes in Stuttgart gibt es keine Kürzungen der Arzthonorare bei der Methadonsubstitution. Wie Menzel erklärte, hätten die Krankenkassen versucht, Abstriche von zunächst 24 und dann von 15 Prozent durchzusetzten, seien damit aber nicht durchgedrungen. Der Schiedsstelle gehören neben drei »neutralen« Mitgliedern Vertreter der Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigung an.
Wie Menzel hinzufügte, könne er in seiner Praxis nun wirtschaften, ohne öffentliche Zuschüsse zu benötigen. Nötig wäre dafür eine Zahl von 120 Patienten am Tag. Derzeit sind es nach Angaben des Mediziners sogar 160. Wie Menzel ausführte, hätten die Stadt Offenburg und der Ortenaukreis sicherheitshalber je 18 000 Euro bereit gestellt, um das Überleben der Praxis zu sichern. Auf diese Beträge sei er aber nach dem Beschluss der Schiedsstelle nicht mehr angewiesen. Menzel wies darauf hin, dass nun auch die Zukunft der sechs übrigen Schwerpunktpraxen in Baden-Württemberg gesichert sei.
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