13.11.2007 - Ortenau (red/kk). Das Sozialforum Ortenau bereitet die Einführung einer regionalen Währung vor. Sie soll »Ortenauer« heißen Mit dem Regionalgeld soll etwas gegen die »Probleme« des Euros getan werden, teilen die Initiatoren mit: Durch die Einführung des Euro fließe das Geld »großräumiger und leichter ab, Firmen und Arbeitsplätze werden in Billiglohnländer verlagert und Waren über große Entfernungen transportiert«, heißt es in einer Stellungnahme. Weder Politik noch Wirtschaft böten Lösungen für die zunehmenden Probleme der Globalisierung an.
Seit 2003 starten solche Regionalgeld-Initiativen in ganz Deutschland. Beispiele sind der »Berliner, die »Bürgerblüte« (Kassel) oder der »Carlo« (Karlsruhe). Neben Bundespräsident Horst Köhler beurteile auch der evangelische Landesbischof Ulrich Fischer das Projekt positiv: »Regionalisierung ist ein notwendiges Gegengewicht zur Globalisierung. Zweitwährungen werden mittlerweile in vielen Regionen erfolgreich eingesetzt. Ein wichtiges Ziel ist, dass mehr Geld und Arbeitsplätze in der Region bleiben und so die Region gestärkt wird. Deshalb begrüße ich die Einführung der Ortenauer. Mit Regiogeld kann jeder einzelne selber Einfluss darauf nehmen, dass es seiner Region und damit uns allen gut geht, wirtschaftlich, sozial und ökologisch«, sagte der Landesbischof nach Angaben der Initiatoren des »Ortenauers«.
Wie das Regiogeld funktioniert, soll ein Vortrag mit an-schließender Diskussion zeigen. Richard Krauch vom Sozialforum Ortenau referiert morgen, Mittwoch, um 20 Uhr im Gemeindesaal der Evangelischen Stadtkirche in Offenburg über das Thema. Der Eintritt kostet fünf Euro
Die Veranstaltung wird vom BUND-Umweltzentrum Ortenau in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg, Region Ortenau, und der Evangelischen Erwachsenenbildung Ortenau angeboten.
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