18.02.2010 - Offenburg. Volksläufe – egal welche Strecke – sind in. Fast wie die Pilze sind sie in den vergangenen Jahren aus dem Boden geschossen. Allein in der Ortenau gab es zuletzt mit Oberschopfheim, Friesenheim, Kürzell, Haslach oder Seelbach Veranstaltungen, die auf Anhieb große Zugkraft ausströmten Der Bedarf ist ganz offensichtlich vorhanden, weil aus Freizeit-Joggern immer mehr ambitionierte Hobbyläufer geworden sind, aber auch weil viele Vereine und Veranstalter entdeckt haben, dass man mit so einer Veranstaltung Geld verdienen kann. Dahinter steckt aber auch jede Menge Arbeit, und deshalb braucht es für den Erfolg schon eine solide Basis und eine große Helferschar. Da kommt es auf jeden Mann und jede Frau am Streckenrand an. Intakte Vereine sind klar im Vorteil
Halbmarathon um 9 Uhr
Bei der LG Offenburg geht man in diesem Jahr einen neuen Weg. Am Sonntag, 9. Mai, fällt der Startschuss zum Halbmarathon bereits um 9.00 Uhr
morgens statt bisher kurz nach 13.00 Uhr. Damit will man auch den Halbmarathonis jenes große Publikum bieten, das bisher den Schülern und Bambini bei ihrem Start um die Mittagszeit vorbehalten war. »Leider hatten die Halbmarathon-Läufer danach kein Publikum mehr, weil die Großmütter zuvor das Feld geräumt hatten«, nennt LGO-Präsident Rüdiger Hurrle schmunzelnd einen Grund für die Vorverlegung des Halbmarathons (die anderen Läufe bleiben auf der angestammten Zeit). Ein anderer Grund ist die Witterung. Oft war es am frühen Nachmittag schon richtig heiß in der Stadt, der Halbmarathon eine echte Tortur.
Kein Thema ist für Offenburg dagegen eine andere Streckenführung, obwohl der Bodenbelag in der Fußgängerzone immer wieder in der Kritik steht
»Wir wollen den Stadtlauf auch in der Stadt haben, und wegen des Stadtlaufs können wir das Kopfsteinpflaster nicht rausnehmen«, erklärt LGO-Geschäftsführer Dieter Roth.
Eine Neuerung gibt es auch in Lahr. Nachdem der Stadtlauf im vergangenen Jahr mangels Veranstalter gar nicht ausgetragen werden konnte, steht nun am 4. Juni ein Teamlauf auf dem Programm. Jeweils Mannschaften mit drei Teilnehmern müssen eine Gesamtdistanz von fünf Kilometern bewältigen. Der Lauf am Hohbergsee ist offen für Teams jeder Art und Geschlecht.
Ein ähnliches Projekt ist seit fünf Jahren bereits überaus erfolgreich in Offenburg am Laufen. Der Hoch3-Firmenlauf, seinerzeit von den vier Hoch3-Gewerbepark-Gemeinden Schutterwald, Durbach, Hohberg, Ortenberg und der Stadt Offenburg ins Leben gerufen, zog im vergangenen Jahr fast 600 Teilnehmer an. Und die hatten mächtig Spaß: Schließlich geht es auch darum, der anderen Firma zu zeigen, dass man besser ist – und sei es nur beim Laufen.
Zwischen Offenburg und Straßburg
Offenburg (miqua). Demnächst könnte noch ein neuer Lauf ins Programm rücken: ein Marathon zwischen Offenburg und Straßburg. »Die französische Seite ist stark daran interessiert«, berichtet Dieter Roth, Geschäftsführer der LG Offenburg. Seine Vorstellung: ein Jahr von Straßburg nach Offenburg, das andere von Offenburg nach Straßburg laufen.
Heiß diskutiert könnte dann die Streckenführung werden, nur Start und Ziel scheinen klar: Münsterplatz in Straßburg und Rathaus in Offenburg, dazwischen liegen auf schnellstem Weg rund 28 Kilometer. »Da müsste man schauen, wie man auf genau 42,195 Kilometer kommt«, sagt LGO-Präsident Rüdiger Hurrle. Doch angesichts der vielen kleinen Ortschaften zwischen den beiden Städten sollte sich eine interessante und publikumswirksame Strecke finden lassen.
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