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KSC stolpert den eigenen Erwartungen weit hinterher
Fußball: Bundesliga-Absteiger kämpft auch in 2. Liga um den Klassenerhalt

Anspruch und Wirklichkeit klafften beim Karlsruher SC schon in der vergangenen Saison, damals noch in der ersten Fußball-Bundesliga, weit auseinander. Statt 43+, so lautete das offizielle Ziel, spielten die Wildparkprofis 2008/2009 letztendlich nur 29 Punkte ein und stiegen ab.
autor: hans falsehr

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02.11.2009 - Karlsruhe. Nun ist schon knapp ein Drittel der neuen Spielzeit gelaufen und Kapitän Alexander Iashvili und seine Mitstreiter stolpern auch im Unterhaus des deutschen Fußballs ihren eigenen Erwartungen meilenweit hinterher Statt im oberen Tabellendrittel der Zweiten Liga »eine gute Rolle« zu spielen, so formulierten die Verantwortlichen das Ziel 2009/2010, muss sich der KSC nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg und inzwischen auch schon fünf Niederlagen Sorgen um den Klassenerhalt machen. »Das war wieder unser altes Leiden«, fasste Manager Rolf Dohmen die am Freitag 0:1 verlorene Partie in Düsseldorf zusammen. »Die Mannschaft spielt gut – aber nur von 16er zu 16er und kommt vor dem gegnerischen Tor nicht konkret zum Abschluss. Jetzt haben wir das, was wir nicht haben wollten – wir hängen unten drin. Um dort wieder rauszukommen, brauchen wir eine Serie.«
Danach aber sieht der bisherige Saisonverlauf nun gar nicht aus. Denn dazu fehlt den Karlsruhern offensichtlich die fußballerische Qualität – vorne (12 Tore) und hinten (16 Gegentore) und – im Mittelfeld. Denn in fünf von elf Spielen brachte die KSC-Offensive kein Tor zustande. Und in der Abwehr stand nur einmal die Null – beim 2:0-Heimsieg gegen den FSV Frankfurt. Und ihre erst drei Siege schafften die Karlsruher nur gegen Mannschaften aus ihrem direkten Umfeld in der Tabelle: gegen 1860 München, Cottbus und das Schlusslicht der Liga, den FSV Frankfurt.
Abstiegstrainer Edmund Becker und Manager Rolf Dohmen müssen sich in den letzten eineinhalb Jahren eine verfehlte Personalpolitik vorhalten lassen

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Unter anderem statteten sie Altstars wie Alexander Iashvili (32/Vertrag bis 2013), Christian Timm (30/Vertrag bis 2012), Ex-Nationalspieler Marco Engelhardt (28/Vertrag bis 2012) oder Godfried Aduobe (34/Vertrag bis 2011) – teilweise schon zu Erstliga­zeiten – mit »Rentenverträgen« aus. Deren Gegenleistung aber blieb bisher weitestgehend aus. Andererseits konnten diesjährige Neuverpflichtungen wie Anton Fink (2008/2009 Torschützenkönig der dritten Liga mit 21 Treffern), der finnische Nationalstürmer Niklas Tarvajärvi oder Andreas Schäfer (vom Zweitliga-Absteiger Osnabrück) ihre Zweitliga-Tauglichkeit noch nicht unter Beweis stellen. Außerdem verpuffte der Trainerwechsel von Edmund Becker zu Markus Schupp wirkungslos. Der seit dem 3. September neue KSC-Coach konnte mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen bisher nur 1,1 Punkte pro Spiel verbuchen. Und eine solche »Erfolgsquote« reicht aller Voraussicht nach nicht zum Klassenerhalt.

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