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ortenau
»Edafetzer« Deutscher Guggemusik-Meister
Ortenauer beim Wettbewerb im Europa-Park auf Platz vier gelandet

autor: endrik baublies

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© Endrik Baublies.

Die "Edafetzer" aus Ehringen gewannen den Guggemusik-Wettbewerb im Europa-Park Rust.


07.01.2008 - Sie spielten laut, schräg und schief – mit Elan und Können. Am Samstag wurden im Dome des Ruster Europa-Parks die Deutschen Meisterschaften der Guggenmusik ausgetragen Die »Edafetzer« aus Ehringen entschieden den Wettbewerb nach einem letzten Stechen für sich und verwiesen die »Hexegugger« aus Oberwihler auf den zweiten Rang.
Den dritten Platz erkämpfte sich die Murger »Gugge Brass Band«. Aus der Ortenau teilten sich die »Beiabsäger« aus Hofweier mit der Gruppe »Chrom Nickel Kupfer« aus Gengenbach einen achtbaren vierten Rang.
Mit nur einem Wehmutstropfen: Alle anderen der 18 angetretenen Kapellen, die nicht unter den ersten drei gewertet wurden, teilten sich diesen vierten und symbolischen Platz. Weil aber Zuschauer und Fans, von denen es den gesamten Tag über im und um den Dome herum nur so wimmelte, ihren Spaß mit den schrägen Tönen hatten, die man übrigens wirklich einstudieren muss, war der Kelch, nur unter »ferner liefen« gelandet zu sein, doch erträglich.
Stefan Kowoll vom Kaiserstuhl, moderierte die Auftritte, die von morgens ab 9.30 bis nach 15.30 durch den Dome erklangen. Er stellte die Gruppen kurz vor und dann hatten Pauken und Trompeten das Sagen – in Schräg-Dur und schief-moll. Denn das musste man allen Gruppen lassen: Die schrägen und schiefen Töne erfordern Können und Übung an den Instrumenten. Denn so knapp neben die richtigen Töne zu treffen, das will gelernt sein.
Eine Jury, die aus Instrumentenbauern, Häs-Designern, Guggen-Musikern und Maskenschnitzern bestand, bewertete neben der Musik und dem Danebentreffen der richtigen Töne auch die Masken, unter denen die Musiker sicher nicht nur wegen dem Lampenfieber schwitzten

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In das Urteil floss auch ein Gesamtbild der jeweiligen Truppe ein. Das Geschrei der zahlreichen Fans, die mitunter fast die Bühne im Dome stürmten, lies die Juroren dagegen kalt. Zum Finale traten die zwei Bestplatzierten erneut an. Den Ausschlag gab dann die Musikalität der »Edafetzer«, die einen Tick besser neben den richtigen Ton trafen.
Die Schau der »Hexegugger« war dagegen nicht von dieser Welt. Sie stammte sicher aus einer Hexenküche. Über die Resonanz und die Begeisterung der Fans wie der Bands im Europa- Park Rust konnte sich der Veranstalter, der Deutsche Guggenmusikverband, sicher nicht beklagen.

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