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»Sogar meine Enkel blättern darin«
Umfrage unter Ortenbergern: Kaufen Sie sich das Familienbuch? / Bis jetzt 100 Vorbestellungen
Die Ortenberger gehen auf Familienforschung. Im Dezember erscheint das 1890 Seiten umfassende Werk »Die Familien von Ortenberg 1600-1950«. Wir fragten Ortenberger Bürger, ob sie sich das 65 Euro teure Buch kaufen werden.
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14.10.2005 - Ortenberg. Fast 100 Vorbestellungen für das auf zwei Bände angelegte Buch »Die Familien von Ortenberg 1600-1950« liegen schon im Bürgermeisteramt »Das läuft bisher sehr gut«, freut sich Bürgermeister Hermann Litterst, gleichzeitig auch Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, der das Buch im Dezember herausgeben wird.
Gisela Isenecker, im Ort auch bekannt als »Die Oma vom Pfannenstiel«, hat das Werk bereits bestellt: »Das Interesse daran ist sehr groß. Wir Iseneckers sind eine alte Ortenberger Familie. Da ich mich sehr für meine eigene Familienforschung interessiere, bin ich bereits mit Autor Werner Vollmer in Kontakt getreten. Das bisher erschienene Häuserbuch ist für unsere Familie bereits ein wichtiges Buch zum Nachschlagen geworden. Sogar meine Enkel blättern schon darin.«
Auch für Carola Stigler, Ehefrau von Metzgermeister Karl Stigler, ist der Kauf des 65 Euro teuren Werkes keine Frage. »Wir haben schon zwei Bücher bestellt, für meine Schwägerin gleich mit. Ich habe erfahren, dass die Familie meines Mannes mit einem Stammbaum und mit einem Lebensbild verewigt ist. Da ist es doch klar, dass man das Buch zu Hause hat.«
Jürgen Huber, leitender Technischer Angestellter bei Burda, weiß noch nicht, ob er das Buch kaufen wird: »Das entscheidet meine Frau Anita. Bisher haben wir alle Bücher der Ortenberger Ortschronik zu Hause. Für meine eigene Familienforschung werde ich es wohl nicht mehr benötigen, denn die habe ich bereits bei mir zu Hause in den Akten aufbewahrt.«
Auch Rentnerin Renate Schmid weiß noch nicht, ob das Werk ins eigene Buchregal kommt: »Da will ich erst einmal mit meinem Mann drüber reden. Ich befürchte, das wird auch ein Buch, das nur daheim rumliegen wird
Wir sind zwar ein altes Ortenberger Geschlecht, aber wir sind doch nicht so verzweigt wie zum Beispiel die Vollmers oder die Familie Herp.«
Sicher, dass das Werk nicht gekauft wird, ist sich die Geschäftsinhaberin Gisela Scheuerer-Kaus: »Unsere Familie ist erst 1950 nach Ortenberg gekommen, da ist die Anschaffung nicht so interessant.«
Auch Koch Dieter Scheel wird als nicht gebürtiger Ortenberger das Buch nicht kaufen: »Es interessiert mich zwar schon, wie die Menschen miteinander verwandt sind, aber nur dafür, dass es zu Hause rumsteht, ist es mir schon ein wenig zu teuer. Wenn ich aber hier geboren wäre, wäre es für mich keine Frage, das Buch zu kaufen.«
Ω Das zweibändige Werk »Die Familien von Ortenberg 1600-1950« von Franz X. Vollmer und Werner Vollmer kostet bei Vorbestellung über die Gemeindeverwaltung 65 Euro. Der entgültige Verkaufspreis wurde auf 80 Euro festgesetzt. Beide Bände haben zusammen 1890 Seiten.
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