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HFG bekommt Sportprofil
Oberkircher Gymnasium geht ab dem nächsten Schuljahr neue Wege / Schwerpunkt Leichtathletik

Das Hans-Furler-Gymnasium (HFG) will sein Bildungsangebot erweitern. Vom kommenden Schuljahr an plant man ein Sportprofil, von dem sofort alle neuen und jetzigen fünften Klassen profitieren sollen. Nachdem das geplante neue Angebot die bisherigen Hürden genommen hat, stimmte gestern Abend auch der Oberkircher Gemeinderat zu.
autor: rainer braxmaier

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© Braxmaier

Das Fach Sport rückt am Hans-Furler-Gymnasiums künftig noch mehr ins Blickfeld: Mit einem eigenen Sportprofil soll ab dem kommenden Schuljahr begonnen werden.


26.01.2010 - Oberkirch. Der Stolz über die neue pädagogische Idee steht Schulleiter Thomas Steiner und seinem Stellvertreter Volker Wacker ins Gesicht geschrieben, zumal die bisherige Resonanz auf die Pläne überaus positiv war Vom kommenden Schuljahr an soll es am HFG ein neues Schulprofil gebe: Neben den bisherigen Profilfächern Französisch, Latein, Italienisch sowie Naturwissenschaft und Technik (NWT) können die Schüler der Mittelstufe dann auch Sport als ihr Profilfach wählen.
Offiziell steigen sie in der achten Klasse in den vierstündigen Unterricht ein, aber schon in den ersten Gymnasiumklassen wird es mit »Sport plus« die Möglichkeit einer zusätzlichen Sportstunde geben. »Mit dieser Angebotspalette«, so Oberstudiendirektor Steiner, »wollen wir noch mehr Begabungen fördern können.«
Ausgeheckt hat die Fachschaft Sport diese Pläne. Mit dem Schuljahr 2010/2011 könnte somit in den Klassen 5 und 6 der Unterricht in »Sport plus« beginnen. In zwei Jahren, wenn der Doppeljahrgang, der durch die Verkürzung auf das achtjährige Gymnasium entstanden ist, die Schule verlassen hat und dadurch neue Kapazitäten frei werden, könnten die ersten Achtklässler mit dem Sportprofil beginnen.
Der Schwerpunkt des Sportprofils soll die Leichtathletik sein. »Sie fördert die Grundfähigkeiten für alle Sportarten«, argumentiert der Sport-Fachbetreuer Daniel Kehret, der mit seinem Team der Sportlehrer die Feinplanung ausgetüftelt hat.
Danach wird man im zweiten Halbjahr der fünften Klasse mit der zusätzlichen Sportstunde – dann als Doppelstunde an einem Nachmittag gegeben – beginnen

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Für Eltern und Schüler heißt das: Sie werden sich erst nach dem Informationsabend im November, wenn die Kinder schon ihre ersten Erfahrungen am Gymnasium gemacht haben, entscheiden müssen. Und, so betont Volker Wacker, Fachbetreuer für Französisch, diese Wahl ist auch für die Schüler möglich, die gleichzeitig das bilinguale Französisch oder Französisch plus gewählt haben.
Richtig ernst wird es dann in der 7. Klasse, wenn die Profilwahlen anstehen. Das Sportprofil können nur diejenigen wählen, die zuvor auch am Programm »Sport plus« teilgenommen haben. Ihre Qualifikation werden die Kandidaten des Profils auch durch einen sportmotorischen Test unter Beweis stellen. Für sie wird von der 8. bis zur 10. Klasse Sport Kernfach sein mit fünf bis sechs Wochenstunden Sport, von denen eine der Sporttheorie vorbehalten ist.
Weitere Sportexkursion
Dennoch gibt es genügend Möglichkeiten, sich praktisch zu bewähren: Zu dem seit Jahrzehnten bewährten Skilandschulheimaufenthalt für die siebten Klassen, der jetzt gerade wieder stattfindet, wird eine weitere Sportexkursion kommen. Dazu die verstärkte Teilnahme am Wettbewerb »Jugend trainiert für Olympia«. Mit den Sportvereinen des Renchtals plant man Gespräche über die Intensivierung der Zusammenarbeit. Nicht zuletzt kann die sportliche Karriere leichter als bislang durch die Wahl eines Sport-Neigungskurses in den letzten beiden Klassen vor dem Abitur fortgesetzt werden.
Das alles, so betonte HFG-Direktor Thomas Steiner, lässt sich ohne Mehrkosten für die Stadt Oberkirch organisieren. Auch die Hallenzeiten in der Oberdorf-Sporthalle müssten nicht verändert werden. Steiner: »Die bislang zur Verfügung stehende Hallenkapazität reicht auch aus, wenn das Sportprofil an allen Stufen des HFG eingeführt ist.«

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