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© Anja Rolfes
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Annerose Deusch ist seit fünf Jahren Ortsvorsteherin von Langen-winkel und hat jetzt erstmals den Sprung in den Lahrer Gemeinderat geschafft.
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29.07.2009 - Lahr. Ob sie zufrieden war mit ihrem Abschneiden bei der Gemeinderatswahl? »Sehr«, ant-wortete Annerose Deusch wie aus der Pistole geschossen »Bei der Auswertung habe ich nur noch gestrahlt – wie bei meiner Hochzeit.« Kein Wunder: Sie bekam auf Anhieb 4341 Stimmen und in den Reihen der Freien Wähler fuhr sie das drittbeste Ergebnis ein.
Annerose Deusch weiß, was mit ihrem neuen Amt auf sie zukommt. »Als Ortsvorsteherin von Langenwinkel habe ich überwiegend an den öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Gemeinderats teilgenommen« – als Zuhörerin. »Da habe ich einen weiteren Blick bekommen. Man darf nicht nur auf den eigenen Kirchturm schauen.« Und so hat sie dem Ortschaftsrat »manchmal eine andere Antwort gegeben«, als dieser von ihr erwartet hatte.
Stimmenkönigin
Dennoch: Auch wenn sie findet, dass »es für Lahr wichtig ist, dass der Gemeinderat auf die Gesamtstadt schaut«, hat sie natürlich vor allem kandidiert, »um für Langenwinkel etwas zu erreichen. Nach der Ära Karl-Heinz war ja niemand mehr vom Ortschaftsrat im Gemeinderat«.
2004 löste Deusch ihren Vorgänger Karl-Heinz Schaller als Ortsvorsteher von Langenwinkel ab. Da war sie gerade zum zweiten Mal in den Ortschaftsrat gewählt worden – »mit den meisten Stimmen«. Und sie hatte Gefallen gefunden an der Politik. 1999, bei ihrer ersten Kandidatur, sah das noch anders aus. »Ich hatte nie politische Ambitionen.« Lange »fragen und drängen« mussten die Freien Wähler, bis sie schließlich Ja sagte. Für keine andere Gruppierung wäre sie angetreten: »Ich möchte mich an niemand binden und meine Meinung vertreten
Das hatte ich damals im Hinterkopf.«
Aufgewachsen ist die heute 43-jährige Annerose Deusch in Schmieheim zusammen mit zwei Brüdern und einer Schwester – »alle älter als ich«. Sie absolvierte eine Lehre zur Indus-triekauffrau. 1989 heiratete sie Gerd Deusch. »Er ist noch ein gebürtiger Alt-Langenwinkeler. Als er sechs Jahre alt war, wurde die Familie in das neue Langenwinkel umgesiedelt.«
Das Büro »schmeißt« sie
1992 erblickte Tochter Carmen das Licht der Welt – nicht in Langenwinkel, sondern in Dinglingen. Da wohnte das Paar nämlich bis 1994. Erst dann zogen die Deuschs in sein Elternhaus nach Langenwinkel. »1998 machten wir uns
zusammen selbstständig.« Sie eröffneten einen Gartenbaubetrieb. Mit einem Mitarbeiter fingen sie an, »heute sind es acht, aber das Büro schmeiße ich immer noch alleine«, lacht Deusch.
Mit Mann und Tochter wurden auch immer alle Kandidaturen besprochen. »Es ist mir wichtig, dass sie hinter mir stehen«, sagt Annerose Deusch. »Denn wenn in der Familie keine Harmonie herrscht, dann kann ich das auch nicht nach außen strahlen.«
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