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polizeimeldung
Razzia in Kehler Bar
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Kehl - Bei einer Razzia in einer Bar in der Innenstadt hat die Kehler Kripo am Freitagabend acht Männer und eine Frau überprüft. Einer der Gäste war zur Festnahme ausgeschrieben. Und eine bulgarische Prostituierte, die in der Bar als Bedienung arbeitet, hatte Haschisch dabei. Die Stadt Kehl hat die sofortige Schließung des Lokals angeordnet
Schon seit Jahrzehnten versucht die Rotlichtszene in Kehl Fuß zu fassen. Nicht zuletzt wegen der Nähe zur Großstadt Straßburg. In den letzten Jahren bereiteten immer wieder Prostituierte aus Südosteuropa den Verantwortlichen von Stadtverwaltung und Polizei Kopfzerbrechen. Denn sie hielten sich teilweise illegal in Deutschland auf, wohnten in Lokalen in Kehl und bedienten von hier aus die Straßburger Straßenprostitution. Nach mehreren Razzien in den Unterkünften beruhigte sich die Szene nur scheinbar. Denn auch danach konnte die Kripo immer wieder Fälle von Zwangsprostitution und Menschenhandel aufdecken.
In jüngster Zeit trat eine Bar in der Kehler Innenstadt in den Fokus der Ermittler. Dort soll es Rauschgift geben, eine 15-Jährige, die vermisst gemeldet war, hielt sich dort auf und wurde sexuell angegangen. Das Amtsgericht Offenburg hat deshalb einen Durchsuchungsbefehl ausgestellt.
Rund drei Dutzend Beamtinnen der Kriminal- und Schutzpolizei aus Kehl und Offenburg, dazu zwei Diensthundeführer und zwei Streifen der Bundespolizei besetzten gegen 21:30 Uhr schlagartig das Anwesen. Der Eingangsbereich wurde durch Flatterleinen abgesperrt, Fußgänger auf die andere Straßenseite verwiesen. Die Polizei hat das Lokal gründlich durchsucht, alle Anwesenden, die übrigens überwiegend in Straßburg wohnen, genau kontrolliert.
Einer der Männer war wegen ausländerrechtlicher Verstöße zur Festnahme ausgeschrieben

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Und bei der Bedienung, eine 28 Jahre alte Rumänin, die in Straßburg als Prostituierte arbeitete, hat man etwas Haschisch gefunden.
Nach eineinhalb Stunden war alles wieder vorbei. Die Polizei zog sich zurück. Nur eines hatte sich verändert: der Vertreter des Ordnungsamtes der Stadt Kehl, der ebenfalls bei dem Einsatz vor Ort war, hat die Bar sofort geschlossen. Ein klares Zeichen, dass man hier nach wie vor einen strikten Kurs einzuhalten gedenkt.
Einer der Hausbewohner hatte sich wohl zu sehr über den Polizeieinsatz erschrocken und musste wegen Kreislaufproblemen von einem Arzt versorgt werden. Er wurde vorsorglich ins Klinikum gebracht, konnte aber kurz darauf wieder entlassen werden.
Die Ermittlungen gegen die Verantwortlichen des Lokals gehen weiter. Der "papiermäßige" Inhaber hat sich scheinbar nicht um die Bar gekümmert. Dafür gab sich ein 39-Jähriger als Geschäftsführer aus. Er steht auch im Verdacht, die Minderjährige dort sexuell genötigt zu haben.

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